Häufig gestellte Fragen

1. Was ist die Berchtesgadener Tafel?

2. Was macht die Berchtesgadener Tafel?

3. Wo ist die Ausgabestelle?

4. Wer bekommt die Lebensmittel?

5. Wie stellt die Berchtesgadener Tafel sicher, dass die Hilfe ankommt?

6. Wozu braucht die Berchtesgadener Tafel Geld?

7. Wer unterstützt die Berchtesgadener Tafel? Wie kann ich helfen?

8. Kann ich der Tafel auch sporadisch helfen, z. B. bei der Sortierung, im Lager oder bei der Ausgabe?

9. Wie stellt die Berchtesgadener Tafel die Qualität der Lebensmittel sicher?

10. Kann ich auch selbsthergestellte Lebensmittel spenden?

11. Müssen Reinigungs- und Pflegeprodukte originalverpackt sein?

12. Gibt es nur eine Berchtesgadener Tafel?

13. Muss ich mich als Bedürftiger an die Berchtesgadener Tafel wenden?

14. Wie viele Lebensmittel erhält man von der Tafel?

15. Wie hoch ist der symbolische Beitrag der Bedürftigen und warum wird er erhoben?

16. Woher stammt die Idee der Tafeln und wie kam Sie nach Berchtesgaden?

17. Bekommt man für seine Spende auch eine Spendenquittung (Zuwendungsbescheinigung)?

18. Werden Familien mit Kinder bevorzugt?

19. Gibt die Tafel auch Non-Food-Waren aus?

1. Was ist die Berchtesgadener Tafel?

Die Berchtesgadener Tafel ist ein gemeinnütziger Verein und ist in Berchtesgaden und im Berchtesgadener Talkessel aktiv. Wir, das sind rund 70 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, sammeln überschüssige, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel im Handel und bei Herstellern ein und verteilen diese gegen ein symbolisches Entgelt von einem oder zwei Euro an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen. Woche für Woche nutzen rund 320 Personen das Angebot der Tafel. Die Berchtesgadener Tafel ist Mitglied im Bundesverband Deutsche Tafel e. V., der die lokalen Tafeln als Dachverband gegenüber Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft vertritt.

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2. Was macht die Berchtesgadener Tafel?

Die Idee hinter der Berchtesgadener Tafel ist so einfach wie bestechend: Im Groß- und Einzelhandel, aber auch direkt bei Herstellern gibt es Lebensmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, aber qualitativ noch einwandfrei sind – beispielsweise aus Überproduktion, zu großen Lagerbeständen und bei Sortimentswechsel, aber auch Brot und Semmeln, Lebensmittel kurz vor Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums, falsch abgefüllte oder verpackte Ware, saisonale Produkte am Ende der Saison etc. Gleichzeitig gibt es auch in einem reichen Land wie Deutschland viele Bedürftige, die diese Lebensmittel dringend brauchen. Dies sind vor allem Arbeitslose, Alleinerziehende, Geringverdiener, kinderreiche Familien, Rentner sowie Asylbewerber und Flüchtlinge. Die ehrenamtlichen Helfer der Berchtesgadener Tafel bemühen sich hier um einen Ausgleich: Sie sammeln diese „überschüssigen“ Lebensmittel ein und geben sie gegen einen symbolischen Betrag von einem oder zwei Euro an Bedürftige weiter. So helfen sie sozial oder wirtschaftlich benachteiligten Menschen, eine schwierige Zeit zu überbrücken und neue Motivation für die Zukunft zu finden – und verhindern gleichzeitig, dass wertvolle Lebensmittel im Müll landen.

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3. Wo ist die Ausgabestelle?

Unsere Ausgabestelle finden Sie:

Rathausplatz 1, 83471 Berchtesgaden
Mittwoch 14:30 Uhr – 16:00 Uhr
Samstag 12:30 Uhr – 14:30 Uhr

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4. Wer bekommt die Lebensmittel?

Die Berchtesgadener Tafel verteilt die gespendeten Lebensmittel ausschließlich an Bedürftige im Berchtesgadener Talkessel. Die Bedürftigen melden sich dazu vorher bei der Tafel und legen dar, warum sie bedürftig sind. Dazu legen sie auch entsprechende Nachweise vor, beispielsweise einen Sozialhilfebescheid, den Rentenbescheid o. Ä. Nach Prüfung der Unterlagen wird ihnen ein zeitlich befristeter Tafelausweis ausgestellt, der sie zum Bezug der Lebensmittel berechtigt.

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5. Wie stellt die Berchtesgadener Tafel sicher, dass die Hilfe ankommt?

Wir kennen einerseits das Einzugsgebiet unserer Tafel sehr genau. Andererseits melden sich die Bedürftigen ja persönlich bei uns, so dass unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter vor Ort sicherstellen können, dass die Hilfe wirklich dort ankommt, wo sie benötigt wird. Der Verwaltungsaufwand bei uns ist auf das absolut Notwendige beschränkt, so dass auch Spendengelder unmittelbar den Bedürftigen zu Gute kommen.

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6. Wozu braucht die Berchtesgadener Tafel Geld?

Schließlich werden die Lebensmittel doch gespendet und die Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich?

Die Berchtesgadener Tafel benötigt grundsätzlich nicht nur Sachspenden, sondern auch finanzielle Zuwendungen, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Die Anschaffungskosten eines Fahrzeuges, wie die Logistikkosten, die das Sammeln und Verteilen der Lebensmittel ausmachen, bringen Kosten mit sich: Dazu zählt etwa Verbrauchsmaterial für die Ausgabe, aber auch Instandhaltung und Reparaturen in der Ausgabestelle sowie deren regelmäßige Reinigung. Außerdem müssen wir die gespendeten Lebensmittel zwischenlagern – und ggf. kühlen (bei verderblichen Waren wie Milchprodukten, Wurst, Käse, Gemüse und Tiefkühlkost auch auf dem Transportweg). Und ganz ohne Material- und Verwaltungskosten kommen wir nicht aus. So unterhalten wir ein kleines Büro mit Schreibtisch, Telefon, Computer, Drucker etc. Für all das benötigen wir die Geldspenden. Sie möchten gerne spenden? Das können Sie hier tun.

Konto-Nr. 28 24 67  bei der Sparkasse Berchtesgadener Land (Bankleitzahl 710 500 00)
IBAN: DE46 7105 0000 0000 2824 67      BIC: BYLADEM1BGL

Auf Wunsch kann eine Spendenquittung ausgestellt werden.

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7. Wer unterstützt die Berchtesgadener Tafel?

Wie kann ich helfen? Bei der Berchtesgadener Tafel gilt das Motto „Jeder gibt, was er kann“. So spenden die Sponsoren und Unternehmen in der Region Geld oder Waren, während Privatpersonen (verpackte) Lebensmittel sowie Waren des täglichen Bedarfs und Geld spenden sowie ihre Freizeit und ihr Know-how einbringen können. Zurzeit unterstützen uns rund 70 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im individuellen Gespräch klären wir vor Ihrem Einsatz, wie Sie uns mit Ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten am besten unterstützen können. Denn natürlich muss die Aufgabe für Sie machbar sein, d. h. sie darf weder Ihr Zeitbudget noch Ihre (körperlichen) Fähigkeiten übersteigen. Deshalb sprechen wir vor Ihrem Einsatz darüber.

Wenn Sie nicht aktiv mithelfen können oder möchten, können Sie auch unserem Verein beitreten (Aufnahme-Antrag): Der Jahresbeitrag beträgt zurzeit 10 Euro und kann durch eine individuell festgelegte Spende ergänzt werden. Sämtliche Beiträge und Spenden kommen in vollem Umfang der Arbeit der Berchtesgadener Tafel zu Gute. Darüber hinaus können Sie der Berchtesgadener Tafel auch direkt spenden. Benutzen Sie dazu bitte die Kontoinformationen auf dieser Internetseite.

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8. Kann ich der Tafel auch sporadisch helfen, z. B. bei der Sortierung, im Lager oder bei der Ausgabe?

Das Tafel-Motto lautet „Jeder gibt, was er kann“. Und: Wir freuen uns über jeden, der helfen will und für die Berchtesgadener Tafel Lebensmittel einsammeln, sortieren und verteilen möchte – auch wenn es aus Zeitgründen nicht regelmäßig möglich sein sollte.

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9. Wie stellt die Berchtesgadener Tafel die Qualität der Lebensmittel sicher?

Wir geben in der Regel nur Waren ab, deren Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist. Wenn es nur kurz überschritten ist, prüfen wir die Lebensmittel sorgfältig vor der Abgabe. Frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Salat werden entsprechend gekühlt gelagert.

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10. Kann ich auch selbsthergestellte Lebensmittel spenden?

Nein, das geht leider aus Haftungsgründen nicht. Aus dem gleichen Grund können wir auch keine angebrochenen, nicht original verpackten Waren oder solche jenseits des Mindesthaltbarkeitsdatums annehmen. Diese Einschränkung bezieht sich allerdings nur auf Lebensmittel, bei anderen Sachspenden (z. B. Wasch- oder Pflegemitteln) gilt sie nicht.

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11. Müssen Reinigungs- und Pflegeprodukte Originalverpackt sein?

Nein, müssen Sie nicht. Wenn Sie z. B. ein Waschmittel oder Kosmetika nicht mehr verwenden können, weil Sie sie nicht vertragen, können Sie auch eine angebrochene Packung spenden. Bei Hygieneprodukten (z. B. Zahnbürsten) sollte die Originalverpackung unversehrt sein.

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12. Gibt es nur eine Berchtesgadener Tafel?

Ja, die Berchtesgadener Tafel gibt es nur einmal. Das ergibt sich schon aus der Besonderheit unserer Arbeit, denn die Anzahl der Spender in der Region ist begrenzt; insofern würde ein „Wettbewerb“ unter zwei Tafeln in einem Gebiet immer zu Lasten der Bedürftigen gehen. Eine neue Tafel zu gründen setzt deshalb voraus, sich mit dem Bundesverband Deutsche Tafel e. V. in Verbindung zu setzen und Ihr Vorhaben dort zu besprechen. Dort sind die über 900 Tafeln in Deutschland organisiert. Übrigens ist der Begriff „Tafel“ urheberrechtlich geschützt und darf nur von Mitgliedern des Verbandes benutzt werden.

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13. Muss ich mich als Bedürftiger an die Berchtesgadener Tafel wenden?

Üblicherweise ist die Ausgabestelle der Berchtesgadener Tafel für Menschen aus dem Berchtesgadener Talkessel am leichtesten zu erreichen. Sollte der Weg zu unserer Ausgabestelle für Sie zu lang oder die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln unzureichend sein, können Sie sich auch an die Tafel in Bad Reichenhall wenden, falls Sie diese leichter erreichen können. Die Adressen finden Sie mit der Adressensuche  beim Bundesverband Deutsche Tafel e. V.

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14. Wie viele Lebensmittel erhält man von der Tafel?

Das hängt immer vom aktuellen Spendenaufkommen ab. Wir stellen aus den Spenden Lebensmittelpakete zusammen, die sich am Bedarf der Familien oder Einzelpersonen orientieren.

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15. Wie hoch ist der symbolische Beitrag der Bedürftigen und warum wird er erhoben?

Die Höhe des Beitrags richtet sich nach den Möglichkeiten der Bedürftigen. Der Beitrag steht auch nicht im Zusammenhang mit der Menge an Lebensmitteln, die der Bedürftige erhält. Er soll vielmehr klarmachen, dass die Lebensmittel nicht „umsonst“ sind – und dass die Bedürftigen mit ihrem Obolus einen, wenn auch noch so kleinen, Beitrag dazu leisten, dass wir diese Spenden bereitstellen können.

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16. Woher stammt die Idee der Tafeln und wie kam Sie nach Berchtesgaden?

Die „Tafel-Idee“ stammt ursprünglich aus den USA, von wo seit den 80er Jahren über entsprechende Aktivitäten berichtet wurde. Die erste Tafel in Deutschland entstand 1994 in Berlin. Es folgten rasch mehrere, so auch 2005 die Berchtesgadener Tafel. Heute gibt es im Bundesgebiet rund 900 Tafeln, die im „Bundesverband Deutsche Tafel e. V.“ zusammengeschlossen sind. Erfahren Sie mehr über die deutschen Tafeln (Adressen, Grundsätzliches, etc.) unter: www.tafel.de

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17. Bekommt man für seine Spende auch eine Spendenquittung (Zuwendungsbescheinigung)?

Das kommt drauf an, denn naturgemäß ist es schwierig, Lebensmittelspenden entsprechend zu bewerten, zumal diese dann verteilt werden. Eine Überprüfung solcher Spenden durch das Finanzamt ist daher prinzipiell nicht möglich. Anders ist dies bei finanziellen Zuwendungen oder Sponsorings, bei denen feste finanzielle Unterstützung für regelmäßige Leistungen zugesagt wird. Die Berchtesgadener Tafel e. V. ist als mildtätig anerkannt und darf für Geldspenden entsprechende Spendenquittungen ausstellen.

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18. Werden Familien mit Kinder bevorzugt?

Ja und nein: Wir prüfen die Bedürftigkeit in jedem Einzelfall und leider sind vor allem Familien mit Kindern, insbesondere aber Alleinerziehende besonders häufig von sozialer Not betroffen. Insofern stellen sie das Gros der Menschen, die wir regelmäßig versorgen, sie werden aber nicht bevorzugt.

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19. Gibt die Tafel auch Non-Food-Waren aus?

Ja, denn der Mensch lebt ja nicht vom Brot allein. Bei unseren Spendensammlungen versuchen wir immer wieder auch andere Artikel des täglichen Bedarfs zu bekommen. Das sind zum Beispiel Waschmittel, Pflegeprodukte und so banale Dinge wie Kinderzahnbürsten und Zahnpasta etc.